Anatomie Mensch –
Kopf und Hals

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Anatomie Hirnteile der Basalfläche des Gehirns

An der Basalseite (Unterfläche) des Gehirns (Facies inferior) wiederholt modellhaft die Gliederung der inneren Schädelbasis (Basis cranii interna) und ermöglicht so eine gute Lokalisation der Hirnteile von außen. Schädelbasis (Basis cranii) versteht man den unteren Teil des Hirnschädels. Die Schädelbasis wird gebildet von den basalen Anteilen des Hinterhauptsbeins (Os occipitale), des Keilbeins (Os sphenoidale) und des Pflugscharbein (Vomer).

Anatomie ZNS des Menschen, Basalfläche Gehirn Facies inferior mit Nerven und Arterien

An der Basalseite (Unterfläche) des Gehirns (Facies inferior) wiederholt die Gliederung der inneren Schädelbasis (Basis cranii interna) und ermöglicht eine Lokalisation der Hirnteile von außen.

Anatomie Hirnteile und Nerven der Schädelbasis

Vorn befinden sich sich die basalen Teile der Stirnlappen, seitlich und tiefer gelegen füllen die Schläfenlappen die mittleren Schädelgruben aus, während die hinteren Schädelgruppen den Hemisphären des Kleinhirns vorbehalten sind. Der gerade Hirnwindung (Gyrus rectus) des Stirnlappens liegt der Riechkolben (Bulbus olfactorius) an. Er nimmt die aus der Nasenhöhle kommenden und durch die Siebbeinplatte (Lamina cribrosa) tretenden Riechnerven (Nn. olfactorii, I) auf und setzt sich in die Riechbahn (Tractus olfactorius) fort. Es sind insgesamt 12 bzw. 13 Hirnnervenpaare oder Kopfnervenpaare (Nn. craniales), die gewöhnlich mit den römischen Zahlen I bis XII beschriftet werden. Medial und hinter dem Tractus olfactorius bilden die Sehnerven (Nn. optici, II) die Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum). Unmittelbar davor befindet sich der Hypophysenstiel (Infundibulum).

Die enge Nachbarschaft von Sehnervkreuzung und Hirnanhangdrüse (Hypophyse, Glandula pituitaria) bedingt bei Hypophysentumoren die Sehstörung. Die Hypophyse sitzt in der Sella turcica, einer knöchernen Vertiefung der Schädelbasis auf Höhe der Nase und mitten im Schädel. Der Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse, die Adenohypophyse, ist in der Regel der Ursprung von Hypophysentumoren. Dabei können Hypophysentumoren aus jeder aktiven Zelle des Vorderlappens entstehen. In diesem erhöhten Abschnitt der Schädelbasis nahe der Mittelinie folgen dorsal vom Infundibulum die Corpora mamillaria des Zwischenhirns (Diencephalon). Seitlich davon befinden sich die inneren Karotiden (A. carotis interna dextra et sinistra).

Anatomie Gehirn, Hirnbasis des Menschen, Hirnstamm Truncus cerebri mit Nerven
Hirnstamm (Truncus cerebri), der älteste Teil des Gehirns, mit Nerven: I = Tractus olfactorius, II = N. opticus, III = N. oculomotorius, IV = N. trochlearis, V1 = N. ophthalmicus, V2 = N. maxillaris, V3 = N. mandibularis, V4 = Radix motoria n. trigemini, VI = N. abducens, VII = N. facialis, VIII = N. vestibulocochlearis, IX = N. glossopharyngeus, X = N. vagus, XI = N. accessorius, XII = N. hypoglossus.

Am Vorderrand der Brücke (Pons) werden der Augenmuskelnerv (N. oculomotorius, III), an ihrem Seitenrand ein weiterer Augenmuskelnerv (N. trochlearis, IV), der Drillingsnerv (N. trigenimus, V, sensibler Gesichtsnerv) und am Hinterrand noch ein Augenmuskelnerv (N. abducens, VI) sichtbar. In den Spalten zwischen Brücke, Kleinhirn und verlängertem Mark tritt die Fazialisgruppe (motorischer Gesichtsnerv = N. facialis, VII mit N. intermedius, XIII und Hörnerv und Gleichgewichtsnerv = N. vestibulocochlearis, VIII) aus. Dahinter schließen sich die Vagusgruppe (Zungen-Rachen-Nerv = N. glossopharyngeus, IX) an. Der motorische Zungennerv (N. hypoglossus, XII) verlässt zwischen Pyramide und Olive das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Die Ursprungsgebiete bzw. Endkerngebiete der Hirnnerven erstrecken sich vom Mittelhirn bis in das verlängerte Mark. Dadurch lassen bestimmte klinische Ausfälle auf Schädigung begrenzter Hirnanteile schließen. Von den Hirnnerven ist der N. opticus ein in die Peripherie verlagerter Hirnteil. Gemischte Nerven, d.h. mit motorischer und sensibler Qualität versehen, sind: V, IX, X. Die Nerven IV, VI, VII, XI, XII sind nur motorisch. Zusätzlich enthalten die Nerven III, XIII, IX und X noch vegetative (parasymathische) Fasern.

Die Geschmacksfasern verlaufen im Nervus XIII. An der Oberfläche der Brücke und seitlich von Hypophyse und Chiasma opticum befinden sich im Cavum subarachnoidale, von der Spinnwebenhaut (Arachnoidea) bedeckt, die Gefäßstämme des Circulus arteriosus cerebri und die davon abgehenden Gefäßäste.



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Bilder: © Frank Geisler 2015

Im medizinischen Bildarchiv www.medical-pictures.de können die Grafiken per Download erworben werden.

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