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Erkrankungen des ZNSMedizin-Grafiken, Illustrationen von Frank Geisler |
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___ Wissenschaftliche Illustrationen aus Medizin, Biologie |
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Funktionelle Anatomie Mann und Frau, Organe des Menschen und Physiologie der Organe, |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Bei Migräne handelt es sich um eine Erkrankung mit einem meist halbseitigen, pulsierenden starken Kopfschmerz der oft mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht. Die anfallsartig auftreten Kopfschmerzen werden häufig ausgelöst durch bestimmte Nahrungsmittel, Schlafmangel und Stress sowie hormonelle Einflüsse. Heilen lässt sich die Migräne nicht, doch bestimmte Medikamente, Triptane genannt, helfen vielen Betroffenen eine Schmerzattacke zu überstehen. Wirksame Therapien lindern das Leiden. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Der Ischämische Schlaganfall oder Hirninfarkt ist eine Form des Schlaganfalls. Auslöser ist eine plötzliche Minderdurchblutung (Ischämie) des Gehirns. Das verschlossene Blutgefäß verhindert, dass das umgebende Hirngewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Es entstehen Störungen der Gehirnfunktion in dem betroffenen Gebiet, Nervenzellen sterben ab. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Der ischämische Schlaganfall ist die am weitaus häufigsten auftretende Form. Die Mangeldurchblutung kann mehrere Ursachen haben, z.B. durch eine Thrombose (Gefäßverschluss) sein. Eine Thrombose entsteht, wenn eine durch Arteriosklerose verengte Stelle (Stenose) durch Blutgerinnsel völlig verschlossen wird. Die Hauptursache des Schlaganfalls durch Gefäßverschluss ist die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Risikofaktoren sind beispielsweise Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Rauchen. Die Blutgefäße im Gehirn werden durch die Ablagerungen an den Gefäßwänden immer stärker eingeengt, bis sie sich vollständig verschließen. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Eine weitere Ursache des ischämischen Schlaganfalls kann auch eine Embolie sein. Eine Embolie ist ein Vorgang, bei dem ein Blutgerinnsel (Embolus) in ein Blutgefäß eingespült wird und das Gefäß verstopft, so dass eine Hirnregion mit eingeschränkter oder ohne Blutversorgung ist. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Ein hämorrhagischer Schlaganfall geht in zwei Drittel aller Fälle auf Blutungen zurück, die durch geplatzte Gefäße im Gehirn ausgelöst worden sind. Es handelt sich also um eine Einblutung in das Gehirn. Die Betroffenen leiden fast immer eine längere Zeit an überhöhtem Bluthochdruck, oft in Verbindung mit Arteriosklerose. Dadurch werden die Gefäße so beansprucht, dass sie eines Tages platzen. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Die Hirnhautentzündung (Meningitis) ist eine Entzündung der schützenden äußeren Hüllen von Gehirn und Rückenmark. Die Erreger, die Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, welche beim Menschen den Nasen-Rachen-Raum besiedeln und schwere Krankheiten auslösen können. Das Spektrum der Erkrankung reicht von leichten Verläufen mit spontaner Abheilung bis hin zu einem hochakuten Ausbruch, der trotz Behandlung in wenigen Stunden zum Tod führen kann. |
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Die Meningitis begrifft alle drei Schichten der Hirnhaut, die zusammen mit dem Liquor cerebrospinalis Gehirn und Rückenmark umschließen und schützen. Die innerste Schicht der Hirnhaut, die Pia mater, ist eine zarte, undurchlässige Schicht, die fest mit der Oberfläche von Gehirn und Rückenmark verbunden ist. Die mittlere Schicht, die Arachnoidea oder "Spinnenwebshaut" sitzt der Pia mater eng auf. Die äußerste Schicht der Hirnhaut, die Dura mater, trennt die Arachnoidea vom Schädelknochen. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis verläuft. Der Verursacher der FSME ist das FSME-Virus, ein humanpathogenes Virus, welches durch den Stich einer infizierten Zecke (dem Gemeinen Holzbock) übertragen wird. Eine Therapie ist nach Ausbruch der Krankheit sehr schwierig. Bei etwa zehn Prozent der infizierten Personen befällt das FMSE-Virus auch das Nervensystem, weitere zehn Prozent dieser Patienten leiden an Spätfolgen wie Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Psychosen. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Die Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer, ist die bekannteste Form einer Demenz. Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung. Bis heute ist die Ursache der Alzheimer-Erkrankung trotz großer Forschungsanstrengungen nicht vollständig geklärt. Von Alzheimer-Demenz sind fast ausschließlich Menschen höheren Alters betroffen. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Zu den Hauptmerkmalen der Alzheimer-Krankheit zählt die Anhäufung amyloider Plaques zwischen Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn. Diese Plaques verhärten sich und werden unauflöslich. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Die Ursache der Erkrankung der Menschenan Multipler Sklerose (MS) ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass die Fehlreaktion des körpereigenen Immunsystems (Autoimmunerkrankung) für die MS verantwortlich ist. Es kommt zu einer Entzündung im Bereich des Nervensystems, wobei die Nervenhüllen (Myelinscheiden, Markscheiden) und Nervenfasern allmählich zerstört werden. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervenimpulsen durch den Zerstörungsprozess, die Entmarkung oder Demyelinisierung, beeinträchtigt. |
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Medizinisches Bild: Krankheit im Zentralnervensystem
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Bei der Multipler Sklerose (MS) handelt sich um eine chronisch-entzündliche Entmarktungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), wobei der Angriff körpereigener Abwehrzellen, T-Zellen und Monozyten (die größten der weißen Blutkörperchen, Makrophagen, Fresszellen) auf die Myelinscheiden der Nervenzellfortsätze erfolgt und diese zerstört. |
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© Frank Geisler
Diagnose ZNS-
Erkrankungen:
Patientengespräch (Anamnese), Palpation (Abtasten) und Überprüfung der Reflexe, Untersuchung motorisches System, Prüfung Sensibilität, Untersuchung vegetatives Nervensystem, Feststellung psychischer Befund, Blutuntersuchung, Liquordiagnostik, CT, EEG, MRT, MR-Angiographie