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Schutz der Haut vor Hautkrebs

Die Haut (Cutis) ist das größte und funktionell das vielseitigste Organ des menschlichen Organismus, das der Abgrenzung von Innen und Außen (Hüllorgan) und dem Schutz vor Umwelteinflüssen dient. Die Haut besteht aus verschiedenen Hautschichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis, Corium), Unterhaut (Subcutis) mit Anteilen von Bindegewebe und Fettgewebe. Epidermis und Dermis bilden zusammen die Kutis (Cutis).

Erkrankung der Haut, Basalzellkarzinom weißer Hautkrebs Basalinom, Plattenepithelkarzinom Spinalom und malignes Melanom schwarzer Hautkrebs
Schnitt durch die Haut (Cutis) mit Darstellung der Hautschichten; dermatologische Veränderungen der Haut in Form von Hautkrebs: (v.l.n.r) Basalzellkarzinom (Basaliom, weißer Hautkrebs, Epithelioma basocellulare), Plattenepithelkarzinom (Spinaliom, spinozelluläres Karzinom, Epthelioma spinocellulare), malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Das Schutzorgan Haut übernimmt eine Vielzahl von Aufgaben wie Schutz vor Kälte und Hitze, schützt vor schädlichen Strahlen und reagiert auf mechanische Einflüsse durch Verdickungen der Hornschicht. Mit Hilfe der Wärmerezeptoren sorgt sie durch Schwitzen und Regulation der Durchblutung für eine konstante Körpertemperatur von 37° C. Die Haut ist nicht nur eine mechanische Barriere gegenüber der Außenwelt, sie stellt auch ein immunologisches Abwehrorgan dar.

Einflüsse von UV-Strahlung auf die Haut

Die Sonne strahlt neben Licht und Wärme auch Ultraviolett-Strahlung ab. Die UV-Strahlung fördert beim Menschen die Bildung von lebenswichtigem Vitamin D3, das vom Körper für den Aufbau und Erhalt der Knochen benötigt wird. Durch zu intensive Sonnenstrahlung wird die Haut stärker belastet. Die Haut kann schneller altern und langfristig durch zu viel UV-Strahlung an Hautkrebs zu erkranken. Die Wellenlänge der UV-Strahlung ist unterschiedlich: die UV-B-Strahlung dringt bis in die Basalzellschicht mit ihren pigmentbildenden Zellen ein; die UV-A-Strahlen dringen noch tiefer, bis in die Lederhaut ein. Zuviel UV-Strahlung spürt man leider erst, wenn es zu spät ist. Der Sonnenbrand (UV-Erythem, Erythema solare, Dermatitis solaris) ähnelt einer Verbrennung der Haut ersten bis zweiten Grades. Biologisch am wirksamsten sind in der Haut die kurzwelligen und somit energiereicher UV-B-Strahlen. In hoher Dosis verursacht aber auch UV-A sowohl Sonnenbrand als auch Hautkrebs (DNS-Schäden, Mutationen).
Im Solarium ausgesendeten UV-Strahlen können genauso Krebs auslösen wie die Strahlen von der Sonne.

Erkennen von Hautkrebs durch ABCDE-Regel

Hautkrebs (malignes Melanom) ist ein Oberbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen der Haut. Beim Hautkrebs handelt es sich um eine bösartige Wucherung der Hautzellen, wobei die UV-Strahlung der Sonne als Hauptursache gilt. Die Strahlung schädigt die DNS, wodurch die Zellen nicht absterben, sondern entarten und beginnen zu wuchern. Das Tückische am Hautkrebs ist, dass er zunächst keine Beschwerden verursacht.

Das Hautkrebs-Screening dient der Vorsorge und Früherkennung einer bösartigen Erkrankung der Haut. Rechtzeitig erkannt ist Hautkrebs in fast allen Fällen heilbar.
Die ABCDE-Regel dient in der Dermatologie zur makroskopischen Beurteilung pigmentierter Hautveränderungen und liefert Verdachtsmomente auf eine maligne Hautveränderung. Die typische „Blickdiagnose“ gibt es nicht, verändert sich ein über Jahre gleich gebliebener Leberfleck oder treten neue Leberflecken auf, sollten diese beobachtet und einem Hautarzt vorgestellt werden.

Hautkrebs, ABCDE-Regel bei Hautmelanome, Melanome der Haut in der Dermatologie

Ob Muttermal, Leberfleck oder gefährlicher Hautkrebs, die ABCDE-Regel hilft bei der Früherkennung von krebsverdächtigen Veränderungen der Haut. A = Asymmetrie: Ein Fleck, der in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist, gilt als verdächtig. B = Begrenzung: Ein harmloses Pigmentmal ist scharf und regelmäßig abgegrenzt, unscharfe Begrenzungen sowie unregelmäßige Ausfransungen sind verdächtig. C = Colour (Farbe): Wenn ein Muttermal sehr dunkel erscheint oder mehrere Farbtönungen hat, ist Vorsicht geboten. D = Durchmesser: Jedes Pigmentmal, das größer als 5 mm ist, sollte genau beobachtet werden. E = Erhabenheit: Abhebungen von der Haut, Höcker und Knoten sind unnatürlich.

Die Haut vor UV-A und UV-B schützen

Beim Kauf von Hautschutzmitteln wie Sonnencreme, Sonnenmilch, ein Gel oder Spray ist darauf zu achten, dass die Sonnenschutzprodukte vor UVA- und vor UV-B-Strahlen schützen. Welcher Lichtschutzfaktor verwendet wird, ist von der Eigenschutzzeit der Haut abhängig - je nach Hauttyp zwischen 10 und 30 Minuten. Während dieser Zeit ist die Haut auch ohne Sonnenschutzmittel vor der UV-Strahlung geschützt. Sonnenschutzmittel sind kein Freibrief für einen endlosen Aufenthalt in der Sonne. Zu Zeiten, wenn die Sonne sehr intensiv ist, sollte die Haut besonders geschützt werden.
Eine angemessene Sonnendosis ist für die Bildung von Vitamin D3 im Körper erforderlich, auch wirkt Sonnenlicht depressionslösend und unterstützt die Selbstheilung der Haut.

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UV-A und UV-B Strahlen der Sonne auf Melanozyten der Haut

Einwirkung von Sonnenstrahlung (UV-B- und UV-A-Strahlen) auf die Haut; Epidermis mit Melanozyten (Melanocyten), die Pigmentzellen der Haut.

Histologie helle Haut mit Pigmentzellen Melanozyten
Ausschnitt einer hellen Haut mit Melanozyten, pigmentbildende Zellen der Haut. Die Größe der Pigmentzellen beträgt etwa 7 µm, sie machen 5 bis 10 Prozent der Zellen der epidermalen Basalzellschicht aus.

Histologie dunkle Haut mit Pigmentzellen Melanozyten
Ausschnitt einer dunklen Haut. Unter UV-Einwirkung kommt es zur Aktivierung der Melanozyten und es werden vermehrt Melanosomen abgegeben (Hautbräunung). Der Farbstoff Melanin wird in speziellen Hautzellen, den Melanozyten, produziert.

Bilder: © Frank Geisler 2016

Im medizinischen Bildarchiv www.medical-pictures.de können die Grafiken per Download erworben werden.

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